Artikel mit dem Tag "Leseempfehlung"



Lara Williams: Die Odyssee
Literatur · 09. September 2022
"Alles kommt aus dem Nichts, und alles verschwindet im Nichts. So lautet das Prinzip des Wabi-Sabi." ––– Selten hat mich ein Roman so fasziniert und zugleich verstört wie dieser. Und selten hatte ich einen solchen Gesprächsbedarf über ein Buch. Deshalb: Falls ihr es schon gelesen habt, es gerade lest oder demnächst lesen werdet: Lasst uns bitte, bitte darüber austauschen!

Andreas Storm: Das neunte Gemälde
Literatur · 05. September 2022
Bonn, Paris, Barcelona, Luxemburg; 1943, 1966, 2016: Das sind nur einige Handlungsorte und -zeiten dieses rasanten Kunstkrimis, der den fulminanten Auftakt einer neuen Reihe um den charismatischen Kunstkenner Lennard Lomberg bildet. ––– Große Leseempfehlung an alle, die Krimis oder Kunst mögen, riesengroße Leseempfehlung an alle, die Krimis UND Kunst mögen.

Ursula Karven: Hexenzauber, Göttinnen und weiße Magie
Literatur · 01. September 2022
Es kam, soweit ich mich erinnere, noch nie vor, dass ich ein Buch in seiner Printversion gelesen und parallel als Audiobook gehört habe – bis jetzt. Denn Hexenzauber, Göttinnen und weiße Magie, das neue Buch der von mir überaus geschätzten Ursula Karven ist in beiden Varianten eine Bereicherung. ––– Große Leseempfehlung für alle, die sich für Spiritualität interessieren.

Lucy Foley: Sommernacht
Literatur · 25. August 2022
Es ist die Hochzeit der Saison: Die erfolgreiche, attraktive Lifestyle-Unternehmerin Julia und der charismatische, gutaussehende TV-Moderator Will werden sich das Jawort geben. So glamourös das Brautpaar, so außergewöhnlich die Location: eine restaurierte Burg auf einer abgelegenen Insel in der rauen irischen See. Doch dann: in Schrei, ein Stromausfall, eine vermisste Person – und ein Leichnam im Moor … ––– Ein Buchtipp von Reese Witherspoon, dem ich mich nur anschließen kann!

Kotaro Isaka: Bullet Train
Literatur · 20. Juli 2022
„Niemand darf einen anderen töten, denn etwas Traurigeres als den Tod gibt es nicht.“ – 5 Auftragskiller im Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, und jeder verfolgt seine eigene Mission. Das kann nur eines bedeuten: Ärger … ––– Lakonisch, aberwitzig, skurril – und RICHTIG gut!

Kay Dick: Sie. Szenen des Unbehagens
Literatur · 07. Juli 2022
„Wir verkörpern eine Gefahr. Nonkonformismus ist eine Krankheit. Wir sind eine potenzielle Ansteckungsquelle.“ ––– Kay Dicks dystopischer Roman ist bereits 1977 erschienen und galt als verschollen. Jetzt liegt er erstmals in deutscher Übersetzung vor: beklemmend, verstörend, meisterhaft.

Rumaan Alam: Inmitten der Nacht
Literatur · 13. Mai 2022
Endlich Urlaub! Endlich raus aus dem stickigen Brooklyn! Stattdessen: Traumwetter, Pool und ein äußerst ansprechendes Ferienhaus auf Long Island. Doch dann steht eines Nachts ein fremdes älteres Ehepaar vor der Tür und behauptet, ihm gehöre dieses Haus. In New York sei der Strom ausgefallen, berichten sie, das reinste Chaos sei ausgebrochen. Kann man ihnen trauen? Ist so etwas überhaupt möglich? ––– Subtil unheilvolle Story, süffisant erzählt. Große Leseempfehlung!

Sofi Oksanen: Hundepark
Literatur · 30. April 2022
Der Roman mutet anfänglich wie ein Thriller an, doch er ist weit mehr als das: Die Ich-Erzählerin Olenka zeichnet anhand ihres eigenen Lebenswegs ein gesellschaftliches und geschichtliches Panorama der postkommunistischen Ukraine, in der es einige Gewinner – und viele Verlierer(innen) gibt. ––– Vor dem Hintergrund des Krieges ist ein brutaleres Zusammentreffen von Fiktion und Realität kaum vorstellbar. Dennoch (oder gerade deswegen?) in besonderem Maße lesenswert!

Delphine de Vigan: Die Kinder sind Könige
Literatur · 29. März 2022
Mélanie hat nur einen Wunsch: berühmt zu werden. In Zeiten des Reality-TVs scheint dies einfach zu sein, auch ohne nennenswertes Talent. Doch ihr erster Versuch scheitert kläglich. Als Mélanie jedoch Mutter zweier entzückender Kinder wird, eröffnet sich ihr eine neue Chance. Innerhalb kurzer Zeit wird sie eine der (einfluss-)reichsten "Momfluencerinnen" Frankreichs. Doch zu welchem Preis? –-- Ein ebenso großartiger wie mitreißender Roman über die Schattenseiten des Online-Ruhms. Lesenswert!

Lisa Quentin: Ein völlig anderes Leben
Literatur · 14. März 2022
Was, wenn du dich in deiner Familie nie wirklich verwurzelt fühltest? Was, wenn deine Mutter stirbt? Was, wenn du dann feststellst, dass deine Mutter gar nicht deine leibliche Mutter war? – Das ist die Situation, der Jule sich unversehens gegenübergestellt sieht. Und sie beschließt, sich auf die Suche zu machen: nach ihrer leiblichen Mutter, nach ihrer Herkunft – und damit letztlich nach sich selbst. ––– Ein bemerkenswertes Romandebüt, das sich einem düsteren Kapitel deutscher Geschichte widmet.

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