Wenn ihr (wie ich) bislang dachtet, die besten Thriller kämen aus den USA, Großbritannien und Skandinavien – dann kennt ihr vermutlich die Romane von Magdalena Parys noch nicht. Sie beweist, dass auch Polen eine absolute Thrillernation sein kann.
Denn ihr "Prinz" hat es in sich ... und liest sich fast wie eine unheilvolle Prophezeiung. ––– Für mich eine der faszinierendsten literarischen Entdeckungen der letzten Zeit!
Wenn ich von einer souveränen Leserin und um Objektivität bemühten Rezensentin zur sensationslüsternen, nach Gossip gierenden Hyäne werde – dann liegt das an Maud Venturas großartigem Roman "Der Rache Glanz". ––– Ein wunderbar böser Roman und für mich schon jetzt ein Highlight dieses Lesejahres!
Zweiunddreißig Jahre Seite an Seite. Vier gemeinsame Kinder. Und dann verlässt ein Mann seine Frau. Wegen einer anderen. So weit, so alltäglich, möchte man seufzen. Ein typischer Fall von Midlife-Crisis, klar. Da wird die Ehefrau kurzerhand – nun ja, „ausgewechselt“ … ––– Dieses Buch zeigt: Das Leben erklärt am besten – das Leben selbst. Große Leseempfehlung!
Es sind große Hoffnungen und genügsame Träume, die Zuzanna und Adam Koszyński Ende des 19. Jahrhunderts aus ihrer Heimat Westpreußen ins ferne Ruhrgebiet treiben. Es könnte ein vielversprechender Neuanfang werden, wenn – ja, wenn da nicht diese Zerrissenheit wäre. Und die Ressentiments, die ihnen entgegenschlagen ... ––– Mit "Ruhrgemüse, polnisch" spürt Birgitta M. Schulte den Wurzeln ihrer eigenen Familie nach und zeichnet gleichzeitig das Bild einer Epoche großer Umwälzungen.
„Es tut mir leid, wenn du der Meinung bist, du hättest es schwer gehabt als Kind. Aber es gab immer ein Essen am Tisch, warme Sachen zum Anziehen und Spielzeug. Es ist euch nicht schlecht gegangen.“ ––– Was genau macht eine glückliche Kindheit aus? Werden wir wie unsere Eltern? Und: Wie gut kennen wir unsere Kinder? – Das sind nur einige Fragen, die mir bei dieser intensiven Lektüre durch den Kopf gingen. ––– Große Leseempfehlung!
„Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ – So oder so ähnlichen beginnen die DMs, die Juno fast täglich erhält. Natürlich weiß sie, dass in Wahrheit irgendwelche jungen Männer am anderen Ende der Welt die kitschigen Nachrichten schreiben. Juno ist schließlich nicht blöd. Sie kann nur nicht schlafen … ––– Für mich eines der Lese-Highlights (wenn nicht sogar DAS Highlight) dieses Jahres: melancholisch und poetisch, dabei klar und leichtfüßig. Ganz, ganz, GANZ große Leseempfehlung!
„Ich habe ihm in die Augen geschossen.“
Mit diesen ebenso schlichten wie bestürzenden Worten beschreibt die Ich-Erzählerin den Mord an ihrem Mann, um dann Satz um Satz, Seite um Seite die Geschichte ihrer ereignislosen Mädchenjahre, ihres eintönigen Alltags, einer unromantischen Werbungsphase, die schließlich in eine lieblose Ehe mündet, zu enthüllen. ––– Ein Klassiker aus dem Jahr 1947 von einer der bedeutendsten modernen Autorinnen Italiens. Große Leseempfehlung!
Heute ist Freitag, der 13. – was wäre passender als ein bisschen Grusel? ––– Black Spring im Hudson Valley: ein idyllisches Städtchen inmitten der Natur, umgeben von von Wäldern. Man kennt sich, man grüßt sich, man schätzt sich. Der perfekte Ort, um seine Kinder großzuziehen, ein geruhsames Dasein zu führen, seinen Lebensabend zu verbringen – wenn … ja, wenn da nicht Katherine wäre. +++ Große Leseempfehlung, nicht nur für Horrorfans!
Ein guter Schmöker ist wie ein heißer Kakao mit Sahne. Und Eierlikör. Und Streusel obendrauf. Warum? Das erfahrt ihr in diesem Beitrag. ––– Eine besondere Leseempfehlung für stürmische Herbsttage.