Ein vergiftetes Luxus-Dinner, eine ausgelöschte Superreichen-Familie und eine todgeweihte Spitzenköchin, der als unfreiwilliger Ermittlerin noch genau fünf Tage bleiben, die Hintergründe des perfiden Mordanschlags zu enträtseln – dann wird auch sie dem tödlichen Anschlag erliegen … ––– Außergewöhnlich, faszinierend und abgründig!
Halte dein Handy bereit – und vergiss spätestens beim letzten Drittel nicht, zu atmen.
Diese beiden Ratschläge hätte ich mir gern selbst gegeben, bevor ich mit der Lektüre von Niko Stoifbergs Abglanz begann: das Handy, um die zahlreichen tibetischen Thangkas in ihrer tradierten Ausführung sofort zu googeln; das Atmen, weil es zum Ende hin so aufregend wird. – "Abglanz" ist nichts Weniger als die Neuerfindung des Tagebuchromans. Trotz einiger Längen große Leseempfehlung!
Eine wunderbare literarische Wiederentdeckung: der mit dem Booker Prize geadelte Roman "Hotel du Lac" von Anita Brookner. Nicht nur in sprachlicher Hinsicht ein Genuss. Lesenswert!
"[...] denn Geschichten müssen vergangen sein, und je vergangener, könnte man sagen, desto besser für sie in ihrer Eigenschaft als Geschichten und für den Erzähler, den raunenden Beschwörer des Imperfekts." Heute, pünktlich zum 1. Advent, starte ich mit meinem Reread von Thomas Manns Zauberberg. Ich habe den rund eintausend Seiten umfassenden Roman bereits vor gut zehn Jahren gelesen, und ich erinnere mich daran, dass ich die erste Hälfte förmlich verschlungen habe, die zweite Hälfte...