Sieben Jahrzehnte. Vier Männer. Und eine geheime Uranmine, die zum düsteren Fixpunkt ihrer Geschichten wird. ––– Maciej Siembieda gehört zu den erfolgreichsten Gegenwartsschriftstellern Polens, und es ist höchste Zeit, dass dieser Ausnahmeautor auch in Deutschland die Aufmerksamkeit erhält, die er zweifellos verdient. Für mich die polnische Antwort auf Umberto Eco – und mein Lese-Highlight des Jahres.
Wenn ihr (wie ich) bislang dachtet, die besten Thriller kämen aus den USA, Großbritannien und Skandinavien – dann kennt ihr vermutlich die Romane von Magdalena Parys noch nicht. Sie beweist, dass auch Polen eine absolute Thrillernation sein kann.
Denn ihr "Prinz" hat es in sich ... und liest sich fast wie eine unheilvolle Prophezeiung. ––– Für mich eine der faszinierendsten literarischen Entdeckungen der letzten Zeit!
Es sind große Hoffnungen und genügsame Träume, die Zuzanna und Adam Koszyński Ende des 19. Jahrhunderts aus ihrer Heimat Westpreußen ins ferne Ruhrgebiet treiben. Es könnte ein vielversprechender Neuanfang werden, wenn – ja, wenn da nicht diese Zerrissenheit wäre. Und die Ressentiments, die ihnen entgegenschlagen ... ––– Mit "Ruhrgemüse, polnisch" spürt Birgitta M. Schulte den Wurzeln ihrer eigenen Familie nach und zeichnet gleichzeitig das Bild einer Epoche großer Umwälzungen.