Theodora liebt Connor und Connor liebt Theodora. Und zwar so sehr, dass er sie nach schwindelerregend kurzer Zeit um ihre Hand bittet. Es könnte der Beginn eines wundervollen Lebens zu zweit sein, wenn … ja, wenn da nicht Connors Familie wäre. Die ist stinkreich, privilegiert, verwöhnt, elitär – all das, was Theodora nicht ist.
Auf Idlewood, dem eleganten Winterdomizil der Daltons, soll Theodora erstmalig auf ihre zukünftigen Verwandten treffen. Doch die sind alles andere als angetan von dem neuen Familienmitglied. Die Ablehnung ist trotz aller Finesse im Benehmen deutlich spürbar, mehr noch: Irgendjemand schreibt ihr Drohnachrichten und setzt offenkundig alles daran, sie und Connor auseinanderzubringen. Bald schon beginnt Theo an sich selbst zu zweifeln: War sie vielleicht schon einmal auf dem abgelegenen Anwesen in den Bergen? Und warum setzen plötzlich wieder ihre altbekannten Albträume ein? Je mehr Zeit Theo mit Connors Familie verbringt, umso sicherer ist sie: Die Daltons haben Geheimnisse. Und sie selbst auch …
Eisnebel hat alles, was einen spannenden Roman ausmacht: eine pittoreske Landschaft, eine undurchsichtige, mächtige Familie und eine unbedarfte junge Frau, die zunehmend auf sich allein gestellt einer düsteren Wahrheit näherkommt und dabei ihr Leben riskiert. Man könnte einwenden, dass dies die üblichen Zutaten eines Durchschnittsthrillers sind. Gleichwohl verdichten sich hier die gängigen Motive zu einem atmosphärisch und psychologisch dichten, überaus fesselnden Hörbuch, dem Heike Warmuth die absolut passende Stimme verleiht. Fazit: Das perfekte Audiobook für lange, verschneite Wintertage!
[Werbung/Rezensionsexemplar. Ich danke Hörbuch Hamburg und NetGalley herzlich für das mir kostenlos zur Verfügung gestellte Audiobook.]

Kommentar schreiben